Projekt "Rice for Independency"

 

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April 2019

Reisernte hat stattgefunden – Verarbeitung in Vorbereitung – Neuer Anbauzyklus beginnt im April

 

Letztes Jahr im Juli haben wir die Projektaktivitäten und Ziele unseres Reisanbauprojektes anschaulich in einer Präsentation dargestellt. Damals befanden wir uns im Schritt O3 „Weeding“, was bedeutet, dass Unkraut zwischen den jungen Reispflanzen gejätet wird, damit diesen ausreichend Nährstoffe im Boden zur Verfügung stehen. Mittlerweile bereiten wir den Schritt O8 „Milling“ und O9 „Packaging“ vor. Das bedeutet, dass der Reis inzwischen geerntet (O4 „Harvesting“), gedroschen (O5 „Threshing“), nach Madina transportiert (O6 „Transporting“) und getrocknet (O7 „Drying“) wurde. Die Verarbeitung und Verpackung des Reises befindet sich gerade in Vorbereitung.

 

Unsere bis dahin größte Investition stellte der Bau des Trockenbodens dar. Dieser wurde auf dem Gelände des Waisenhauses gebaut. Sehen Sie die Bilder dazu im Ticker-Update "Februar 2019", unten

 

Insgesamt fiel die Reisernte sehr gut aus, was wir mit folgenden Bildern belegen können:

Um Steinchen und andere ungewollte Partikel auszusortieren sowie die Hülsen und Kleien vom Reis zu entfernen und ihn somit essbar zu machen, arbeiten wir derzeit an der Beschaffung eines Entsteiners (Destoner) und einer Mahlmaschine (Milling Machine). Damit steigern wir die Qualität und somit den Verkaufspreis des Reises um ein Vielfaches. Zudem können andere Reisbauern ihren Reis gegen Gebühr beim Waisenhaus mahlen lassen, was zu zusätzlichem Einkommen für die Kinder führt. Hierzu müssen wir jedoch zunächst ein kleines Gebäude bauen lassen, in dem die beiden Geräte montiert werden können. Dies wird noch in diesem Monat geschehen. Mit der Fertigstellung unserer kleinen Verarbeitungsanlage rechnen wir Ende des Monats. Anfang/Mitte Mai werden dann die beiden Maschinen beschafft und installiert und es kann mit der Verarbeitung des Reises begonnen werden. Der verarbeitete Reis wird dann in Säcke abgepackt und entweder den Kindern zum Verzehr zubereitet oder gelagert (O10 „Storing“), um ihn in der Regenzeit (Juni-September) zu verkaufen, wenn dafür ein höherer Preis erzielt werden kann (O11 „Marketing“).

 

Den Bau einer (Reis-)Lagerstätte haben wir um ein Jahr verschoben, weil sonst zu viele Aktivitäten gleichzeitig zu bewerkstelligen gewesen wären. Dazu hätten weder unsere, noch die Kapazitäten des Waisenhauses ausgereicht. Als Zwischenlösung lagern wir den Reis für einen kleinen Mietbeitrag in einem Gemeinschaftslager.

 

April ist auch der Monat, in dem der Reisanbauzyklus für das Erntejahr 2020 beginnt. Deshalb muss die Farm schon wieder gepflügt und die Saat ausgesät werden (O2 „Preparing“). Derzeit bewegt sich also Einiges in unserem Projekt. Es sind ganz entscheidende Monate. Unser Aktivitätenplan und unser Budget, die wir vergangenes Jahr zusammen mit der Familie Bangura entwickelt haben, helfen uns dabei sehr, den Überblick nicht zu verlieren.

 

 

 

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Februar 2019

In den Monaten November/Dezember 2018 entstand am Madina Evangelical Children's Home der so genannte Trockenboden für unser Projekt "Rice for Independency" (R4I). Dieser ist nötig, um die geerntete Frucht der Reispflanze zu trocknen (Activity 07 in unserem "Rice cultivating circle") und vorzubereiten, um die "Spreu vom Weizen" zu entfernen. 

 

 

 

 

 

 

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August 2018

Während seines Besuchs am Waisenhaus fuhr Alexander mit Herrn Bangura zur etwa eineinhalb Stunden entfernten Reisfarm, wo sie zusammen mit einem Arbeiter einen Fluss, der in der Regenzeit am Zugang zur Reisfarm entsteht, durchqueren mussten. Nach wenigen Metern Fußweg erreichten die drei die Reisfarm und Alexander bekam den aktuellen Stand des Reisanbauzyklus erklärt und gezeigt, wo überall der Reis wächst und wie groß das Feld ist.

 

 

 

 

 

 

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Juli 2018

Um das Projekt etwas anschaulicher zu machen, haben wir einen Reisanbauzyklus (Bitte auf nachstehendes Bild klicken - es öffnet sich eine PDF-Datei) nachgezeichnet und anhand dessen unsere Projektaktivitäten identifiziert sowie eine grobe Schätzung der Kosten angegeben. Einige Kosten fallen lediglich im ersten Jahr der Unterstützung an, z.B. der Kauf von Saatgut, die Anschaffung einer Dreschmaschine, der Bau eines Trocknungsfeldes und eines Lagerhauses etc. Insofern sind die Kosten im ersten Projektjahr weitaus höher als in den Folgejahren. Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei dem veranschaulichten Reisanbauzyklus um einen Entwurf handelt, den wir mit bestem Gewissen und in enger Absprache mit der Familie Bangura entworfen haben, der durch unsere Erfahrungen in den kommenden Monaten jedoch sicherlich weiterentwickelt werden wird.

 

 

Rice for Indenpendency
(Bitte das Bild anklicken - es öffnet sich eine PDF-Datei)

 

Aktuell wurde Schritt O2 "Preparing" abgeschlossen: Das Feld wurde zur Aussaat vorbereitet und der Reis auch schon gesät, sodass er nun wächst.
Wir befinden uns im Schritt O3 "weeding", was bedeutet, dass das Wachsen des Reises vorangeschritten ist und beobachtet wird. Immer wieder wird von Arbeitern das Unkraut zwischen den Reispflanzen heraus gejätet, damit den jungen Pflanzen ausreichend Nährstoffe im Boden zur Verfügung stehen.

 

 

 

 

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April 2018

 

Projektbeschreibung „Rice for Independency“ (R4I)

 

Auf der Mitgliederversammlung am 6. April 2018 wurde mit großer Mehrheit eine massive Unterstützung der zum Waisenhaus gehörenden Reisfarm beschlossen. Insgesamt EUR 2.300 haben wir dem Waisenhaus im Zuge dessen bereits zur Verfügung gestellt. Da der Reisanbauzyklus in diesem Jahr im März/April beginnt, mussten wir zunächst den Traktor zum Pflügen des Bodens und zum Aussäen des Saatguts reparieren lassen. Der Traktor war bereits zuvor im Besitz des Waisenhauses, allerdings seit 2015 nicht mehr in Betrieb. Zudem wurden Saatgut gekauft, Farmarbeiter bezahlt und Kosten für Treibstoff zur Verfügung gestellt. Dies alles ist in knapp 10 Tagen (!) geschehen. Das Ergebnis davon sehen Sie auf den Bildern unten, die vom 20. April 2018 stammen.

 

Die Entscheidung über die massive Unterstützung der Reisfarm haben Paul Bangura, Alexander Lauber und Sebastian Wenz im Zuge von Überlegungen getroffen, wie wir das Waisenhaus innerhalb der nächsten zwei Jahre unabhängiger vom Förderverein machen können. Aus diesem Grunde haben wir das Reisfarm-Projekt „Rice for Independency“ (R4I; „Reis für die Unabhängigkeit“) getauft. Ziel ist es, die Anbauzyklen 2018/19, 2019/20 und teilweise 2020/21 mit Mitteln aus dem Förderverein zu unterstützen, um damit eine solide Grundlage für den vom Förderverein unabhängigen Anbau von Reis ab 2021 zu schaffen.

 

Weitere Unterstützung wird nach der Regenzeit für die Reisernte benötigt. Zudem möchten wir eine Dreschmaschine anschaffen sowie ein Lagerhaus bauen. Mit diesem Projekt garantieren wir nicht nur die Nahrungsmittelversorgung der Kinder, sondern darüber hinaus Einkommen für das Waisenhaus. Unser langfristiges Ziel ist jedoch wie gesagt, die Unabhängigkeit des Waisenhauses vom Förderverein zu fördern.

 

Die Reisfarm des Waisenhauses hat eine lange Geschichte: 2010 hat dort die Familie Bangura zum ersten Mal Reis angebaut. In der Anbausaison 2011/12 wurde die komplette Ernte von einem Buschfeuer niedergebrannt. In 2014/15 wurde aufgrund der Ebola-Krise kein Reis angebaut. Schwere Überschwemmungen führten in der Anbausaison 2015/16 zum Ausfall der Ernte. Seit 2016 wurde auf der Farm gar kein Reis mehr angebaut. Seitdem fehlte dem Waisenhaus die Anschubfinanzierung, um einen erneuten Anbauzyklus zu starten. Genau hier setzt unser Projekt nun an.

 

 

 

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