Projekt "Rice for Independency"

 

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27. Mai 2020

Das Farmland wird vorbereitet

 

Anbei drei Bilder von der Reisfarm, die zeigen, wie das Farmland für die neue Anbausaison vorbereitet wird. Die Familie Bangura liegt damit sehr gut im Zeitplan! Mit dem großflächigen Anbau von Reis tun wir als Förderverein nicht nur den Kindern des Waisenhauses etwas Gutes.

 

Wie folgendes Interview mit der Präsidentin der evangelischen Hilfswerke Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe zeigt, bahnt sich in Entwicklungsländern aufgrund der strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus eine schlimme Hungerkrise an. Einen möglichen Lösungsansatz sieht die Präsidentin in einer regionalen, standortgerechten, klimaneutralen und vielfältigen Produktion von Nahrungsmitteln mit lokalem Saatgut.

 

Somit liegen wir mit unserem Projekt voll im Trend!

 

 

 

 

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Mai 2020

Aktueller Stand in der Corona-Zeit

 

Bislang wirkt sich die Corona-Krise nicht auf das Projekt Rice for Independency aus. Inzwischen wurde die komplette Ernte der Reisanbausaison 2019/20 eingeholt, jedoch noch nicht gedroschen. Dies passiert im Laufe dieses Monats. Danach wird der Reis nach Madina transportiert, getrocknet, angekocht, wieder getrocknet, um sodann die Schale mit der Milling Machine zu entfernen und unerwünschte Partikel mit dem Destoner auszusortieren. Schließlich wird der Reis in Säcke abgepackt und im mit unserer Unterstützung errichteten Lagerhaus gelagert. Dieses ist jedoch noch nicht ganz fertiggestellt ist. Es fehlt noch die Dachkonstruktion.

 

Seit Anfang April wird das Farmland bereits wieder für die neue Saison vorbereitet. Dies muss vor dem Beginn der Regenzeit passieren (üblicherweise ab Mai). Dieses Jahr hat der Regen bereits im April eingesetzt. Jedoch noch nicht so stark, dass die Vorbereitungen auf der Farm dadurch gefährdet werden würden.

 

In einem Gespräch zwischen Paul Bangura, Alexander Lauber und Sebastian Wenz am 5. Mai 2020, teilte uns Paul mit, dass alle Aktivitäten derzeit nach Plan verlaufen. Es gebe keine größeren Herausforderungen. Es sei lediglich schwierig, genug Farmarbeiter zu finden, weil momentan alle Farmer ihre Felder bestellen und die Nachfrage nach Arbeitskraft entsprechend hoch ist. Nichtsdestotrotz, genau zwei Jahre nach Beginn des Projektes freuen wir uns sehr über die positive Entwicklung und den Erfolg!

 

 

 

 

 

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Januar 2020

Reisernte 2019/2020

 

Während unseres Aufenthaltes in Madina, Ende Dezember 2019, hatten wir das Glück, dass wir am ersten Tag der diesjährigen Reisernte dabei sein konnten. Herr Bangura baut inzwischen zusätzlich zum Trockenreis auch Nassreis an. Hier beginnt die Ernte etwa einen Monat vor dem des Trockenreis. Hiervon haben wir unter diesem Text eine kleine Bildergalerie zusammengestellt.

 

Bei der Gelegenheit haben wir insgesamt 950 Euro an Herrn Bangura übergeben, um die Reisernte der Saison rechtzeitig einzuholen, zu dreschen und nach Madina zu transportieren (die Reisfarm liegt fast eine Fahrtstunde vom Waisenhaus entfernt). Dort wird der Reis dann getrocknet, angekocht, wieder getrocknet. Dann wird die Schale entfernt (das macht die Milling Machine) sowie unerwünschte Partikel aussortiert (das macht der Destoner). Schließlich wird der Reis in Säcke abgepackt und gelagert. Dieser Vorgang dauert gut acht bis zwölf Wochen. Ab März wird die Farm bereits wieder für die neue Saison vorbereitet. Viel los also in Madina! Wer Interesse hat, sich den Reisanbauzyklus im Detail anzusehen, dem können wir einen Blick in unsere dafür erstellte Präsentation (bitte klicken) empfehlen.

 

Nachdem wir im vergangenen Jahr mit dem Bau des Trockenbodens und der Beschaffung der Milling Machine und des Destoners bereits drei große Investitionen getätigt haben, steht dieses Jahr noch der Bau eines Lagers an. Damit möchten wir sicherstellen, dass das Waisenhaus seinen Reis bis weit in die Regenzeit lagern kann. Denn dann wird Reis in Sierra Leone erfahrungsgemäß knapp und somit teuer. Die richtige Zeit also, um auch mal ein paar Säcke zu verkaufen. Damit können zum Beispiel Kleidung, Schuhe, Medikamente und Schulsachen gekauft werden.

 

 

 

 

 

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November 2019

Kurzer Einblick in die Reisfarm 

 

Auf den folgenden Bildern ersehen Sie den aktuellen Prozess auf der Reisfarm
(Bilder vom Oktober 2019). Die Pflanzen wachsen und gedeihen, sodass der Reis Ende Dezember 2019/Januar 2020 geerntet werden kann.

 

Das dritte Bild ist ein kurzer Auszug aus der Kommunikation zwischen
Paul (links) und Sebastian, der verdeutlicht, dass wir mit unserem Projekt auf dem richtigen Weg sind.

 

 

 

 

 

 

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Mai 2019

Beschaffung, Installation und Inbetriebnahme

 

Wie angekündigt, wurden im vergangenen Mai zwei neue Maschinen zur Verarbeitung des Reises beschafft: 

 

Zum einen ist dies ein Destoner (ein Entsteiner), der Steinchen und andere ungewollte Partikel aus dem geernteten Reis aussortiert.

Zum anderen ist das die Milling Machine (eine Mahlmaschine), die Hülsen und Kleien vom Reis entfernt und ihn somit essbar macht.

 

Ziel dabei ist es, die Qualität und somit den Verkaufspreis des Reises um ein Vielfaches zu steigern. Zudem können andere Reisbauern ihren Reis gegen Gebühr beim Waisenhaus mahlen lassen, was zu zusätzlichem Einkommen für die Kinder führt.

 

 

 

Inzwischen ist Herr Bangura aktuell schon wieder auf der Reisfarm und hat dort gemeinsam mit einigen Arbeitern das Feld für die nächste Aussaht vorbereitet, welche jetzt im Juli/August stattfindet. 

 

 

 

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April 2019

Reisernte hat stattgefunden – Verarbeitung in Vorbereitung – Neuer Anbauzyklus beginnt im April

 

Letztes Jahr im Juli haben wir die Projektaktivitäten und Ziele unseres Reisanbauprojektes anschaulich in einer Präsentation dargestellt. Damals befanden wir uns im Schritt O3 „Weeding“, was bedeutet, dass Unkraut zwischen den jungen Reispflanzen gejätet wird, damit diesen ausreichend Nährstoffe im Boden zur Verfügung stehen. Mittlerweile bereiten wir den Schritt O8 „Milling“ und O9 „Packaging“ vor. Das bedeutet, dass der Reis inzwischen geerntet (O4 „Harvesting“), gedroschen (O5 „Threshing“), nach Madina transportiert (O6 „Transporting“) und getrocknet (O7 „Drying“) wurde. Die Verarbeitung und Verpackung des Reises befindet sich gerade in Vorbereitung.

 

Unsere bis dahin größte Investition stellte der Bau des Trockenbodens dar. Dieser wurde auf dem Gelände des Waisenhauses gebaut. Sehen Sie die Bilder dazu im Ticker-Update "Februar 2019", unten

 

Insgesamt fiel die Reisernte sehr gut aus, was wir mit folgenden Bildern belegen können:

Um Steinchen und andere ungewollte Partikel auszusortieren sowie die Hülsen und Kleien vom Reis zu entfernen und ihn somit essbar zu machen, arbeiten wir derzeit an der Beschaffung eines Entsteiners (Destoner) und einer Mahlmaschine (Milling Machine). Damit steigern wir die Qualität und somit den Verkaufspreis des Reises um ein Vielfaches. Zudem können andere Reisbauern ihren Reis gegen Gebühr beim Waisenhaus mahlen lassen, was zu zusätzlichem Einkommen für die Kinder führt. Hierzu müssen wir jedoch zunächst ein kleines Gebäude bauen lassen, in dem die beiden Geräte montiert werden können. Dies wird noch in diesem Monat geschehen. Mit der Fertigstellung unserer kleinen Verarbeitungsanlage rechnen wir Ende des Monats. Anfang/Mitte Mai werden dann die beiden Maschinen beschafft und installiert und es kann mit der Verarbeitung des Reises begonnen werden. Der verarbeitete Reis wird dann in Säcke abgepackt und entweder den Kindern zum Verzehr zubereitet oder gelagert (O10 „Storing“), um ihn in der Regenzeit (Juni-September) zu verkaufen, wenn dafür ein höherer Preis erzielt werden kann (O11 „Marketing“).

 

Den Bau einer (Reis-)Lagerstätte haben wir um ein Jahr verschoben, weil sonst zu viele Aktivitäten gleichzeitig zu bewerkstelligen gewesen wären. Dazu hätten weder unsere, noch die Kapazitäten des Waisenhauses ausgereicht. Als Zwischenlösung lagern wir den Reis für einen kleinen Mietbeitrag in einem Gemeinschaftslager.

 

April ist auch der Monat, in dem der Reisanbauzyklus für das Erntejahr 2020 beginnt. Deshalb muss die Farm schon wieder gepflügt und die Saat ausgesät werden (O2 „Preparing“). Derzeit bewegt sich also Einiges in unserem Projekt. Es sind ganz entscheidende Monate. Unser Aktivitätenplan und unser Budget, die wir vergangenes Jahr zusammen mit der Familie Bangura entwickelt haben, helfen uns dabei sehr, den Überblick nicht zu verlieren.

 

 

 

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Februar 2019

In den Monaten November/Dezember 2018 entstand am Madina Evangelical Children's Home der so genannte Trockenboden für unser Projekt "Rice for Independency" (R4I). Dieser ist nötig, um die geerntete Frucht der Reispflanze zu trocknen (Activity 07 in unserem "Rice cultivating circle") und vorzubereiten, um die "Spreu vom Weizen" zu entfernen. 

 

 

 

 

 

 

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August 2018

Während seines Besuchs am Waisenhaus fuhr Alexander mit Herrn Bangura zur etwa eineinhalb Stunden entfernten Reisfarm, wo sie zusammen mit einem Arbeiter einen Fluss, der in der Regenzeit am Zugang zur Reisfarm entsteht, durchqueren mussten. Nach wenigen Metern Fußweg erreichten die drei die Reisfarm und Alexander bekam den aktuellen Stand des Reisanbauzyklus erklärt und gezeigt, wo überall der Reis wächst und wie groß das Feld ist.

 

 

 

 

 

 

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Juli 2018

Um das Projekt etwas anschaulicher zu machen, haben wir einen Reisanbauzyklus (Bitte auf nachstehendes Bild klicken - es öffnet sich eine PDF-Datei) nachgezeichnet und anhand dessen unsere Projektaktivitäten identifiziert sowie eine grobe Schätzung der Kosten angegeben. Einige Kosten fallen lediglich im ersten Jahr der Unterstützung an, z.B. der Kauf von Saatgut, die Anschaffung einer Dreschmaschine, der Bau eines Trocknungsfeldes und eines Lagerhauses etc. Insofern sind die Kosten im ersten Projektjahr weitaus höher als in den Folgejahren. Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei dem veranschaulichten Reisanbauzyklus um einen Entwurf handelt, den wir mit bestem Gewissen und in enger Absprache mit der Familie Bangura entworfen haben, der durch unsere Erfahrungen in den kommenden Monaten jedoch sicherlich weiterentwickelt werden wird.

 

 

Rice for Indenpendency
(Bitte das Bild anklicken - es öffnet sich eine PDF-Datei)

 

Aktuell wurde Schritt O2 "Preparing" abgeschlossen: Das Feld wurde zur Aussaat vorbereitet und der Reis auch schon gesät, sodass er nun wächst.
Wir befinden uns im Schritt O3 "weeding", was bedeutet, dass das Wachsen des Reises vorangeschritten ist und beobachtet wird. Immer wieder wird von Arbeitern das Unkraut zwischen den Reispflanzen heraus gejätet, damit den jungen Pflanzen ausreichend Nährstoffe im Boden zur Verfügung stehen.

 

 

 

 

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April 2018

 

Projektbeschreibung „Rice for Independency“ (R4I)

 

Auf der Mitgliederversammlung am 6. April 2018 wurde mit großer Mehrheit eine massive Unterstützung der zum Waisenhaus gehörenden Reisfarm beschlossen. Insgesamt EUR 2.300 haben wir dem Waisenhaus im Zuge dessen bereits zur Verfügung gestellt. Da der Reisanbauzyklus in diesem Jahr im März/April beginnt, mussten wir zunächst den Traktor zum Pflügen des Bodens und zum Aussäen des Saatguts reparieren lassen. Der Traktor war bereits zuvor im Besitz des Waisenhauses, allerdings seit 2015 nicht mehr in Betrieb. Zudem wurden Saatgut gekauft, Farmarbeiter bezahlt und Kosten für Treibstoff zur Verfügung gestellt. Dies alles ist in knapp 10 Tagen (!) geschehen. Das Ergebnis davon sehen Sie auf den Bildern unten, die vom 20. April 2018 stammen.

 

Die Entscheidung über die massive Unterstützung der Reisfarm haben Paul Bangura, Alexander Lauber und Sebastian Wenz im Zuge von Überlegungen getroffen, wie wir das Waisenhaus innerhalb der nächsten zwei Jahre unabhängiger vom Förderverein machen können. Aus diesem Grunde haben wir das Reisfarm-Projekt „Rice for Independency“ (R4I; „Reis für die Unabhängigkeit“) getauft. Ziel ist es, die Anbauzyklen 2018/19, 2019/20 und teilweise 2020/21 mit Mitteln aus dem Förderverein zu unterstützen, um damit eine solide Grundlage für den vom Förderverein unabhängigen Anbau von Reis ab 2021 zu schaffen.

 

Weitere Unterstützung wird nach der Regenzeit für die Reisernte benötigt. Zudem möchten wir eine Dreschmaschine anschaffen sowie ein Lagerhaus bauen. Mit diesem Projekt garantieren wir nicht nur die Nahrungsmittelversorgung der Kinder, sondern darüber hinaus Einkommen für das Waisenhaus. Unser langfristiges Ziel ist jedoch wie gesagt, die Unabhängigkeit des Waisenhauses vom Förderverein zu fördern.

 

Die Reisfarm des Waisenhauses hat eine lange Geschichte: 2010 hat dort die Familie Bangura zum ersten Mal Reis angebaut. In der Anbausaison 2011/12 wurde die komplette Ernte von einem Buschfeuer niedergebrannt. In 2014/15 wurde aufgrund der Ebola-Krise kein Reis angebaut. Schwere Überschwemmungen führten in der Anbausaison 2015/16 zum Ausfall der Ernte. Seit 2016 wurde auf der Farm gar kein Reis mehr angebaut. Seitdem fehlte dem Waisenhaus die Anschubfinanzierung, um einen erneuten Anbauzyklus zu starten. Genau hier setzt unser Projekt nun an.

 

 

 

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