Newsletter 02 / 2019

von Alexander Lauber

Liebe Freundinnen und Freunde des Fördervereins,

eine komplette Reisanbausaison ist inzwischen vergangen. Und das Fazit fällt durchweg positiv aus. 410 Säcke Reis konnten wir produzieren. 40 Acre Land wurden in der ersten Anbausaison bestellt – das sind umgerechnet knapp über 4,000 Quadratmeter. Für die zweite Saison, die im März 2019 begonnen hat, wurde die gleiche Fläche erneut bestellt (siehe Newsletter 01/2019). Dies können wir als großen Erfolg verbuchen.

Über allem steht natürlich, dass die Kinder aus eigener Kraft mit Nahrung versorgt werden können. Dies war in den vergangenen Jahren leider nicht immer der Fall, weswegen wir immer wieder Reis aus Spendengeldern beschaffen mussten.

Die Aktivitäten der neuen Anbausaison 2019/20 laufen bisher wie geplant. Die Reisfarm wurde gepflügt, geeggt, Saatgut ausgesät und gedüngt (siehe Reisanbauzyklus O2 „Preparing“). Zudem wurde bereits Unkraut zwischen den jungen Reispflanzen gejätet, damit diesen ausreichend Nährstoffe im Boden zur Verfügung stehen (O3 „Weeding“). Bis Ende Oktober/Anfang November wächst der Reis nun. Der Regen (von Mai bis Oktober ist in Sierra Leone Regenzeit) überschwemmt nun die Reisfarm und bietet somit den Reispflanzen die perfekten Bedingungen, um zu wachsen.

Vorvergangenen Freitag kam es dagegen in der Hauptstadt Freetown zu schweren Überschwemmungen durch Starkregen. Ganze Stadtteile wurden überflutet, Häuser weggeschwemmt. Auch eine erneute tragische Schlammlawine wie im August 2017 war zu befürchten. Da wir in deutschen Medien noch keine Informationen finden konnten, weisen wir auf diesen in Englisch verfassten Artikel mit Bildern und Videos einer sierra-leonischen Tageszeitung hin.

Allerdings wurden in deutschsprachigen Medien kürzlich gleich drei informative und sehr lesenswerte Artikel über Sierra Leone veröffentlicht, die wir Ihnen wärmstens empfehlen. Sie geben einen guten Eindruck vom Land.

Zum einen handelt es sich um einen Artikel in der Neuen Züricher Zeitung vom 2. Juli 2019. Darin geht es über das Problem der Müllentsorgung in der Hauptstadt Freetown und über kreative Recyclingideen aus der Kleinstadt Kenema.

Wiederum in der Neuen Züricher Zeitung (vom 13. Juli 2019) wurde ein Artikel über Landraub, Schmiergelder und Geheimgesellschaften publiziert. Hier geht es um den Anbau von Palmen zur Palmölgewinnung im Süden des Landes.

Um das Thema Tourismus geht es in dem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 30. Juli 2019. Der Bericht ist mit schönen Bildern illustriert – fernab von den üblichen Katastrophen-, Konflikten- und Krisen-Bildern, die man leider sonst aus der gängigen europäischen Berichterstattung über Sierra Leone kennt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und verbleiben mit einem Hinweis auf unseren diesjährigen Stand beim Bruchsaler Weihnachtsmarkt:

Am 3. Adventswochenende (13. bis 15. Dezember 2019) finden Sie uns wie gewohnt in der gemeinnützigen Hütte 2 direkt neben der Bühne.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Förderverein

Zurück