Newsletter 01 / 2019

von Alexander Lauber

Liebe Freundinnen und Freunde des Fördervereins,

 

im heutigen Newsletter möchten wir Sie auf den aktuellen Stand unserer Projektaktivitäten bringen. Diese drehen sich vor allem um das Projekt „Rice for Independency“ (R4I). Aber auch über unsere Unterstützung von Sento und Sorie gibt es Neues zu berichten. 

 

Letztes Jahr im Juli haben wir die Projektaktivitäten und Ziele unseres Reisanbauprojektes anschaulich in einer Präsentation dargestellt. Damals befanden wir uns im Schritt O3 „Weeding“, was bedeutet, dass Unkraut zwischen den jungen Reispflanzen gejätet wird, damit diesen ausreichend Nährstoffe im Boden zur Verfügung stehen. Mittlerweile bereiten wir den Schritt O8 „Milling“ und O9 „Packaging“ vor. Das bedeutet, dass der Reis inzwischen geerntet (O4 „Harvesting“), gedroschen (O5 „Threshing“), nach Madina transportiert (O6 „Transporting“) und getrocknet (O7 „Drying“) wurde. 

 

Unsere bis dahin größte Investition stellte der Bau des Trockenbodens dar. Dieser wurde auf dem Gelände des Waisenhauses gebaut. Einige Bilder hiervon gibt es hier. Insgesamt fiel die Reisernte sehr gut aus, was wir mit einigen Bildern (ebenfalls dort) belegen können. Um Steinchen und andere ungewollte Partikel auszusortieren sowie die Hülsen und Kleien vom Reis zu entfernen und ihn somit essbar zu machen, arbeiten wir derzeit an der Beschaffung eines Entsteiners (Destoner) und einer Mahlmaschine (Milling Machine). Hierzu müssen wir jedoch zunächst ein kleines Gebäude bauen lassen, in dem die beiden Geräte montiert werden. Dies wird voraussichtlich nächste Woche geschehen. Mit der Fertigstellung unserer kleinen Verarbeitungsanlage rechnen wir Ende des Monats. Anfang/Mitte Mai werden dann die beiden Maschinen beschafft und es kann mit der Verarbeitung begonnen werden. Der verarbeitete Reis wird dann in Säcke abgepackt und entweder den Kindern zum Verzehr zubereitet oder gelagert (O10 „Storing“), um ihn in der Regenzeit (Juni-September) zu verkaufen, wenn dafür ein höherer Preis erzielt werden kann (O11 „Marketing“). 

 

Den Bau einer (Reis-)Lagerstätte haben wir um ein Jahr verschoben, weil sonst zu viele Aktivitäten gleichzeitig zu bewerkstelligen gewesen wären. Dazu hätten weder unsere, noch die Kapazitäten des Waisenhauses ausgereicht. Als Zwischenlösung lagern wir den Reis für einen kleinen Mietbeitrag in einem Gemeinschaftslager.

 

April ist auch der Monat, in dem der Reisanbauzyklus für das Erntejahr 2020 von Neuem beginnt. Deshalb muss die Farm schon wieder gepflügt und die Saat ausgesät werden (O2 „Preparing“). Derzeit bewegt sich also Einiges in unserem Projekt. Es sind ganz entscheidende Monate. Unser Aktivitätenplan und unser Budget, die wir vergangenes Jahr zusammen mit der Familie Bangura entwickelt haben, helfen uns dabei sehr, den Überblick nicht zu verlieren. 

 

Im Februar 2019 haben wir erneut die Universitäts- bzw. Collegegebühren für Sento und Sorie bezahlt. Für Sento war es das letzte Mal. Sie befindet sich im letzten Studienjahr und wird Anfang 2020 ihren Abschluss in „Accounting“ an der Njala University machen. Sorie hat sich in Absprache mit uns für zwei weitere Jahre am Milton Margai College of Education and Technology entschieden, um ein Higher National Diploma in „Accounting and Finance“ zu machen. Im Januar hat Sorie den Abschluss National Diploma in „Accounting and Finance“ gemacht. Wir sind sehr stolz auf die Entwicklung der beiden ältesten Waisenkinder, die wir im Jahr 2010 als Jugendliche kennengelernt haben und sich inzwischen zu jungen Erwachsenen entwickelt haben. Die Studienberichte der beiden erhalten wir in den kommenden Tagen. Wir werden Sie im nächsten Newsletter darauf aufmerksam machen. 

 

Alle Mitglieder des Fördervereins möchten wir an dieser Stelle an unsere Mitgliederversammlung am 3. Mai 2019 erinnern (Einladung erfolgte bereits). Bei dieser Gelegenheit werden wir mehr von unserem Reisanbauprojekt erzählen. 

 

Bei Fragen dürfen Sie sich wie immer jederzeit an uns wenden. 

 

Herzliche Grüße,

Ihr Förderverein

 

 

 

 

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